Prämierung des Donau-Zollernalb-Weg
Auf der CMT in Stuttgart wurde der Donau-Zollernalb-Weg als zweiter Weg auf der Schwäbischen Alb nach dem Donauberglandweg erneut prämiert und vor großem Publikum mit dem Gütesiegel “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” durch den Deutschen Wanderverband ausgezeichnet. Verbandspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, auch Präsident des Schwäbischen Albvereins, überreichte die Urkunde an Landrat Dirk Gaerte (Landkreis Sigmaringen) und Silke Schwenk (WFG Zollernalb) stellvertretend für alle Kooperationspartner dieses Wegeprojektes.
Der Donau-Zolleralb-Weg wird gemeinsam vom Landkreis Sigmaringen, dem Zollernalbkreis und dem Donaubergland mit Unterstützung des Naturpark Obere Donau und des Schwäbischen Albvereins betrieben und vermarktet.
Er verläuft auf traumhaften Pfaden von Beuron im Oberen Donautal bis Sigmaringen und von dort durch das Laucherttal bis auf die Zollernalb zum Lemberg im Donaubergland, dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb. Er darf mit Fug als einer der schönsten Wege des Landes bezeichnet werden.
Im Epizentrum des Geniewinkels
Schwäbisches Selbstbewusstsein gibt sich auf dem südlichen Heuberg von seiner herben und schon auch mal derben Seite. … Der wortgewaltige Barrockprediger des christlichen Abendlandes, Abraham a Sancta Clara, der Augustiner-Mönch und spätere Wiener Hofprediger (1644 – 1709) erblickte als Bauernsohn Johan Ulrich Megerle in der Dorfwirtschaft “Traube” zu Kreenheinstetten das Licht der Welt.
Sein Leben hat in der Heimat bleibende Spuren hinterlassen. In der “Abraham-Gedenkstätte” der einstigen “Pfarrscheuer” … Am Stammtisch vorm gusseisernen Bauernofen in der alten Abraham-Stube seines Geburtshauses, wo man nach aufrechter Schwabenart heute noch so schwätzt, wie einem “der Schnabel” gewachsen ist. Beim Historienspiel im “Abraham-Gedenkjahr 2009″, wo Geistesgut, Wortwitz und Sprachgewalt in großartiger Gemeinschaftsleistung der Dorfbewohner gipfelten. “Wer unterm Strohdach geboren ist, muss kein Stroh im Kopf haben.”
Keine Frage, dass dieser eine von zigtausend Kernsätzen aus dem Lebenswerk von Abraham a Sancta Clara Ausdruck von Selbstbewusstsein ist.
An kreativen Vorbildern in direkter Umgebung mangelt es auch nicht. Herausragende Geistesgrößen wie die Grafen von Zimmern, die auf ihrem Stammsitz Burg Wildenstein die älteste Chronik des Mittelalters verfassten oder Martin Heidegger, der im benachbarten Leibertingen verwurzelt war. Nicht von ungefähr heißt die Region “badischer Geniewinkel”.
(aus: Schwäbische Alb – Der Westen: 66 Lieblingsplätze und 11 Köche von Notburg Geibel)
Kampf der Flüsse
Unvorstellbar und auch ein bisschen unheimlich. Von wegen “An der schönen blauen Donau”. Gierig blubbernd schluckt der schwarze Morast den letzten Rest aus schmuddeligen Wasserlachen im ausgetrockneten Flussbett. Hier ist – an nahezu 200 Tagen im Jahr – Ebbe …
Im Immendinger Brühl und – etwas weniger spektakulär – im Durchbruchstal bei Fridingen sieht die junge Donau ziemlich alt aus. Und man fragt sich, wie lange das wohl noch gut geht. … Die Urgewalt, mit denen sich die beiden großen europäischen Ströme Rhein und Donau hier ihr Lebensrecht streitig machen, und denen der Mensch ziemlich hilflos ausgeliefert ist, setzen im Untergrund der Südwestalb zwischen Witthoh und Höwenegg deutliche Akzente. … Welch ein Abenteuer. Erdgeschichte auf so ungewöhnliche Weise live zu beobachten, ist spektakulär. Ganz unbenommen dabei, ob man als Donau-Verehrer an Wunder glaubt oder doch lieber für “Vater Rhein” Partei ergreift. …
(aus: Schwäbische Alb – Der Westen: 66 Lieblingsplätze und 11 Köche von Notburg Geibel)
Probier´s mal mit Gemütlichkeit!
Morgens losgelaufen mit Freunden, lichten sich nach und nach die Nebelfelder im Donaubergland. Man merkt in der frischen Morgenluft, dass es langsam Herbst wird. Wir laufen die 2. Etappe des Donauberglandweges, beginnend am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen. Hier oben hat man bereits in der Früh einen herrlichen Ausblick, die Kirche im Nacken. Über eine Hochebene geht es weiter Richtung Böttingen. Eine Kurze Verschnaufspause am “Alten Berg” und der kleinen Kapelle die hier oben steht. Auch der Ausblick hier ist wunderschön. Da kaum eine Wolke zu sehen ist, sieht man sogar die Alpen. Nach einem kleinen Vesper zwischendurch -morgens halb zehn in Deutschland- gehts auf dem gut ausgeschilderten Weg weiter. Wir stellen erneut fest, dass verlaufen so gut wie nicht möglich ist und wandern weiter in Richtung Schäfertal. Hier entdecken wir eine hübsche Quelle mit Biotop (Schäferquelle). Nun wieder hinauf zum Allenspacher Hof bei dem man ein Naturdenkmal bestaunen kann: eine 300 Jahre alte Linde! Am Aussichtspunkt “Glatter Felsen” machen wir noch einmal Rast und bewundern die Aussicht. Dann erneut ein Abstieg hinab ins Lippachtal und wir haben unsere Einkehrmöglickeit erreicht. In der “Lippachmühle” (so hört man) könne man super Essen. Und ich muss sagen, das kann ich nun wirklich bestätigen. Wirklich leckeres Essen, freundliche Bedienung und die Gemütlichkeit der Wirtsstube machen einem klar warum schon Einige von diesem Gasthof erzählt haben. Nach der Stärkung und einem Kaffe wollen wir weiter laufen nach Mühlheim. Entlang der “Lippach” geht es vorbei an einem großen Spielplatz mit Grillmöglichkeit (nächstes Mal mit Kindern dorthin!) und auf breiten und schmalen Pfaden bis ins malerische Mühlheim. Die Altstadt ist wirklich beeindruckend! Danke für den tollen Wandertipp und die Broschüre über den Donauberglandweg! Wir werden sicher wieder kommen!
Sigrid F.
Tolle Sommerwanderung!
Großes Kompliment! Ich war mit meiner Freundin auf Einladung der CDU-Landtagsfraktion auf der Sommeranderung auf dem Donauberglandweg rund um Fridingen unterwegs. Es hat uns toll gefallen. Das herrliche Wetter hat seinen Teil dazu beigetragen. Es war ein traumhaft schöner Tag mit manchen schönen Überraschungen. Die Ausblicke ins Obere Donautal, die naturbelassenen Wege und Pfade, etwa auf dem Donauberglandweg vom Donauradweg an der Donau hinauf zur Burgruine Kallenberg oder dann wieder hinunter durch das kleine Tal zum Rastplatz, einfach schön. Dann die Darbietungen auf der Ruine mit den Spielleuten “”G’hörsturz”, und vor allem mit der fabelhaften Tänzerin “Raija”, oder die wunderschöne Tafel am Rastplatz, was für ein Bild hat sich uns geboten, als wir das Tal herunterkamen… Dann der Blick vom “Knopfmacherfelsen” und vom “Stiegelesfelsen” ins Donautal – einfach nur schön!
Danke für die tolle Organisation! Wir werden gerne wiederkommen.
Hilde Weiß
"Franz Wurstsalat" im "Jägerhaus"
Was gibt es Schöneres, als nach einer anstrengenden Wanderung durch Berg und Tal im Donaubergland und durchs Donautal ein kühles Radler und einen deftigen Wurstsalat auf der Terasse eines schönen Ausflugslokals genießen?
Da geht wohl nichts drüber! Den besten Wurstsalat gibt es im Gasthaus “Jägerhaus” im Donautal, direkt am Donauradweg und unmittelbar am Donauberglandweg, den unvergleichlichen “Franz Wurstsalat” nach Art des Hauses. Das sollte sich jede/r mal munden lassen!
Wenn man von Schloss Bronnen, an der “Jägerhaushöhle” vorbei, herunter kommt, oder von der anderen Donauseite vom “Knopfmacherfelsen” über den neuen Donausteg oder wenn man auf dem Donauradweg einen kleinen Zwischenstopp kurz vor Beuron einlegen kann, dann läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen, wenn man den “Franz Wurstsalat” schon kennt und probiert hat… Auf unserer gestrigen Wanderung auf dem “Donauberglandweg” war das wieder einmal der perfekte Abschluss…
Winnie M.
Staunen von Bubsheim bis zur Lippachmühle
Staunen von Bubsheim bis zur Lippachmühle
Im Donau(?)bergland(?)
Ums gleich vorweg zu nehmen, die Donau gibt es auf dieser Wanderung gar nicht und von den Bergen ist nicht all zuviel zu sehen, denn wir befinden uns auf der Albhochfläche. Aber auf den nächsten ca. 10 km begegnet uns ständig soviel Interessantes und Überraschendes, dass Erwachsene und vor allem auch Kinder voll auf ihre Kosten kommen.
Das Auto bleibt im schmucken Albdorf Bubsheim wohlbehütet auf dem Parkplatz vor der Kirche stehen. Unser erstes Ziel ist die Ruine Granegg, die, wer über Egesheim angereist ist, schon geheimnisvoll im Wald wartend, erspähen konnte.
Von der Ruine Granegg, deren Urspünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen ist ein großer Teil des Bergfrieds und einiges Mauerwerk dank des Schwäbischen Albvereins erhalten geblieben. Wie mag das Leben der Herren von Michelstein (ursprüngliche Bezeichnung der Burg) vor wohl 900 Jahren ausgesehen haben? Eines gab es damals wie heute: den beeindruckenden Blick hinunter ins beschauliche Bäratal (Untere Bära) und auf die Gemeinde Egesheim (770 erstmals urkundlich erwähnt).
Unser nächstes Highlight wartet praktisch um die Ecke, die Beilsteinhöhle. Aus Funden konnten Archäologen nachweisen, dass schon 2000 v. Chr. Menschen die Höhle benutzt haben. Es wurden u.a. Beilköpfe gefunden, die der Höhle ihren Namen gaben. Der Besucher der Gegenwart muss ein wenig klettern und sollte eine Taschenlampe mitbringen. Unsere Vorfahren aus der Steinzeit haben Fledermäuse als Nachmieter gefunden, die zu bestimmten Zeiten leider keinen Besuch wünschen.
Nach soviel Geschichte streifen wir kurz die Gegenwart und lassen die Gemeinde Königsheim, trotz des stolzen Namens, links liegen. Kaum haben wir den Wachtbühl überquert, der an klaren Tagen Alpensicht bieten soll, geht’s schon wieder tief in die Vergangenheit, zu den Kelten. Ein geheimnisvoller Steinblock mitten im Wald, vielleicht ein Götzenaltar, vielleicht diente er den keltischen Priestern zur Bestimmung der Jahreszeiten, verbreitet aber auf jeden Fall im ersten Moment eine düstere, fast beklemmende Atmosphäre. Die legt sich aber schnell, wenn jung und alt entdecken, dass sich der Stein wunderbar für eine kleine Kletterei eignet. Die Kelten werden es sicher verzeihen, sie sind seit ca 2.500 Jahren nicht mehr gesehen worden.
Hätten ihre Bewohner den Ort nicht im dreißigjährigen Krieg aufgegeben, wäre Allenspach unser nächstes Etappenziel. Einige Mauerreste sind noch erhalten. Was geblieben ist, ist der Allensbacher Hof. Hier wartet ein ganz besonderes Naturdenkmal auf uns. Die Linde, die hier seit Jahrhunderten unerschütterlich steht, wurde um 1450 gepflanzt. Eine gewisse Ehrfurcht kommt auf, wenn man bedenkt was dieser Zeitgenosse schon alles „gesehen“ hat und dennoch einen recht fitten Eindruck macht.
Von nun an geht’s bergab, und zwar ins Schäfertal! Hier warten eine Grillstelle und der Schäferbrunnen auf uns. Das Relief, das den Brunnen ziert und einen Schäfer zeigt, der seine Herde gegen Wölfe verteidigt, gehört nicht für jeden zu den Höhepunkten dieser Wanderung. Dafür lassen sich aber nebenan, im ausgetrockneten Bachbett, jede Menge Versteinerungen finden – besonders die Kinder wollen lieber Steine sammeln als weiter laufen. Damit aber die Rucksäcke nicht allzu schwer werden und auch die nächsten Wanderer noch was zu finden haben, begrenzen wir die Beute auf ein ausgewähltes Fundstück pro Kind… .
So langsam kommen Hunger und Durst auf. Da kommt der Landgasthof Lippachmühle gerade recht. Obwohl die Wirtin ihren Schweizer Akzent nicht verbirgt, findet man hier alles, was man von einem guten schwäbischen Gasthaus erwartet. Wer nicht mehr weiter will oder kann, findet auch einfache aber saubere und ansprechende Zimmer. Unsere Gruppe hat die Übernachtung schon im Voraus gebucht – wir müssen also nicht mehr Auto fahren und der Abend kann entsprechend gemütlich werden… .
Am nächsten Morgen, nach lecker Frühstück, geht’s mit dem zweiten Auto (empfehlenswert, da der öffentliche Nahverkehr in diesem Bereich noch ausbaufähig ist….) zur nächsten Station des Wochenendes: zum Kletterpark nach Mahlstetten. Aber das ist ein Erlebnis für sich und soll vielleicht ein anderes Mal beschrieben werden.
Von Talheim nach Gunningen ca. 10 km
Eine schöne Wanderung: von der neu gestalteten Ortmitte läuft man Richtung Sport-/Festhalle und biegt dann recht in die Lupfnstraße ab. Der Weg zieht sich schön gleichmäßig bergauf.
Ein Rechtsblick zeigt, wie das Dorf schön im Tale liegt.
Dem Weg folgend über den Berg kommt man duch ein dichte Waldstück an dessen Ende man die andere Seite des Hügelkamms erreicht hat. Am Fuße des Abstiegs liegt malerisch der Ortsteil Oberflacht der Ortschaft Seitingen-Oberflacht. (Weiterlesen …)

